Meine Forschung zum O

Tomer Dotan-Dreyfus‘ Reise zum O beginnt und endet mit Gesprächen, die er nicht führen konnte, da er die Sprache der anderen Person nicht sprach: Zwischen der mysteriösen Figur des russischen Übersetzers Kislow und meiner Baby-Tochter, die noch nicht spricht, ist diese Reise zu finden. Aber welcher Natur ist die Leere innerhalb des O? Kann es sein, dass es sich um ein rebellisches Zeichen handelt, das sich nicht so einfach unseren Vorstellungen von ihm unterwirft? Kann es das sein, dass das O uns selbst widersteht? Und dass wir durch ein tieferes Verständnis der runden Abwesenheit Widerstand leisten können? Und falls ja, gegen wen kann sich unser Widerstand richten?
Im Dialog mit Hölderlin, Peter Szondi, japanischen Volksmärchen, Anna O, der Marquise von O, L’histoire d’O, Paul Celan, Jacques Derrida, Wilfred Bion, Othello, Mythologien vom griechischen Okeanos bis zum jüdischen Ayin entdecket Dotan-Dreyfus mit dem O ein Zeichen, das die Welt
in einem anderen Licht zeigen kann.

Tomer Dotan-Dreyfus geboren in Haifa, lebt in Berlin, studierte am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Dotan-Dreyfus schreibt Poesie, Prosa und verfasst Rezensionen auf Hebräisch und Deutsch und übersetzt aus dem Deutschen ins Hebräische. Für seinen ersten Roman „Birobidschan“ erhielt er 2020 das Arbeitsstipendium des Berliner Senats für deutschsprachige Autorinnen und Autoren.

Bibliografische Angaben
Tomer Dotan-Dreyfus
Meine Forschung zum O. Ein literaturwissenschaftlich-philosophisch-theologischer Versuch, Sprache zu verlernen
Gegenwarten (Wissenschaft), Band 2 | 1. Auflage 2022 |  112 Seiten | Klappenbroschur, fadengebunden
€ 29,90 [D] | € 30,80 [A]
ISBN 978-3-946392-28-6


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