Restaurant & Orchestre Touché

Mathias Traxler | Gedichte, Konzertstücke, Songs

Der Text ist inhaltlich völliger Firlefanz. Aber er hat die Kraft, Lebens-Stabilität zu schaffen, und wenn ihm das gelingt, muss er bleiben. Es ist keine Gratwanderung. Träume zeigen Bilder von Träumen. so lassen diese Stellen so lassen


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Erscheinungstermin: 12.3.2026
Hardcover
90 Seiten | 18 x 14 cm | 978-3-946392-79-8

22,00 

In »Restaurant & Orchestre Touché« zeigen sich unterschiedliche poetische Gestalten – Gedichte, Konzertstücke, Songs – die auf dem Vertrauen in den Moment ihrer Entstehung fußen und sich in Form und Klang in mannigfaltige musikalische Richtungen bewegen. Durch zahlreiche Leseauftritte und Aufführungen Mathias Traxlers haben sich die Texte in ihrer fertigen geschriebenen Form konkretisiert. Das Buch gliedert sich in zwei Abteilungen, die durch Klang und Echo miteinander verbunden sind. In der ersten Abteilung findet sich ein Reigen von Texten, die den Charakter von Songs und Couplets haben und mit Motiven aus der lyrischen Tradition, von der Antike (Vergil) über den Minnesang bis in die heutige Zeit (Horváth, Jaccottet), spielen. Die zweite Abteilung ist ein großangelegtes Narrativ, das in eine Vielzahl erzählerischer Genres eintaucht und weitgehend aus Transkriptionen improvisatorisch eingesprochener Passagen – entlang von Werken klassischer Musik – entstanden ist. Dieser Teil hat den Charakter eines Konzertstückes, für ein lautes und mit Spannungsbögen gestaltetes Lesen. Erzählt wird darin die Geschichte zweier Figuren, die sich dem Leser immer wieder entziehen, die aus einer unbekannten Welt ausgesandt wurden und unterwegs sind, gemeinsam mit anderen, um Klänge und Instrumente zu sammeln. »Willst du das aufnehmen?«, fragt die eine Figur die andere. Die andere schüttelt den Kopf: »Nein, nichts aufnehmen.« Weil sie nicht durch Aufnehmen sammeln.

Mathias Traxler, 1973 in Basel geboren. Studium der Jurisprudenz in Basel und Fribourg. Seit 1999 lebt er als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein literarisches Schaffen bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Dichtung und Musik, Lyrikvortrag und Übersetzung. Er arbeitet dabei oft in Kooperationen mit anderen Dichtern und Musikern (u. a. Norbert Lange, Álvaro Seiça, Harald Muenz, Beat Keller, Vincent Laju).

Zuletzt erschienen: Komplimente machen, hochroth 2020; Álvaro Seiça: 365 vorhergesagte Gedichte | previsão para 365 poemas, übersetzt von Mathias Traxler, parasitenpresse 2021; Variationen Montale Reihe i-iv, parasitenpresse 2025.