Besorg Dir ein Nichts im Alltag

Elza Javakhishvili | Gedichte 

Für virulente Themen wie Weiblichkeit, Migration, Fremdheit und Krieg findet Javakhishvili bisher ungehörte Worte. Dabei strahlen strahlen die Gedichte Freude aus und Klugheit, Aufregung – und eine tiefe Ruhe.


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Erscheinungstermin: August 2026
Hardcover mit Fadenbindung
112 Seiten | 978-3-946392-99-6

20,00 

Das langerwartete deutschsprachige Debüt der in Berlin lebenden Bildenden Künstlerin, Performerin und Autorin Elza Javakhishvili. Mit ihren georgischen Gedichten war sie für den wichtigsten Literaturpreis des Landes nominiert und legt nun ihren ersten Band in deutscher Sprache vor. Nachdem sie bereits mit Texten aus dem Band und ihrer „Unvollendeten Poesie“ auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum begeisterte, gelingt ihr mit „Besorg dir ein Nichts im Alltag“ ein Spagat aus handwerklicher Meisterklasse und einer enormen Zugänglichkeit durch höchst empathische, emotionale und dabei nicht weniger kunstvolle, präzise und klanglich auskomponierte Texte. Ihre Gedichte sind forschende Spiele mit der Sprache und mit dem Ich, das sich fortwährend im Modus der Selbstbefragung und Welterkundung befindet. Und sich dabei nicht vor Themen wie Weiblichkeit, Migration, Fremdheit und Krieg scheut, ohne dabei an Perspektiven zu erinnern, die man jemals zuvor gehört oder gelesen hätte. Diese Gedichte strahlen Freude aus, und Klugheit, Aufregung und Ruhe. Die Konkrete Poesie Eugen Gomringers und Gerhard Rühms klingt dabei ebenso an wie Friederike Mayröcker und Dagmara Kraus. Die deutschsprachige Literaturlandschaft gewinnt in Elza Javakhishvili eine neue und frische Stimme, die von Dauer sein wird.

Elza Javakhishvili, gebürtige Georgierin, ist Künstlerin, visuelle Dichterin, Performerin und Lyrikerin. Sie studierte Film- und Fernsehregie in Tbilissi sowie Kunst und Kulturanthropologie des Textilen in Dortmund. 2016 schloss sie den postgradualen Masterstudiengang „Art in Context“ an der UdK Berlin ab. Ihre Abschlussarbeit „Ge[form]te Sprache als Textbild – Eine Reise in heterolinguale Räume“ beschäftigt sich mit sprachlichen und bildlichen Zeichensystemen. In ihrer künstlerischen Praxis steht die Kommunikation zwischen Individuum und Gesellschaft im Zentrum. Ein weiterer Fokus liegt auf der Verbindung von Sprache und Bild sowie auf kulturellen Übergängen und Vergänglichkeit. Ihr erster Gedichtband „საგზალი“ (dt. „Proviant“) wurde 2023 für das beste Debüt beim SABA-Literaturpreis Georgiens nominiert. Ihre lyrischen Texte auf Deutsch erschienen unter anderem in den Literaturzeitschriften EDIT und OSTRAGEHEGE. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin, Performerin und Lyrikerin in Berlin.

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