Christoph Meckels »für clarisse« ist ein bibliophiles Kleinod für alle, die Literatur und Grafik gleichermaßen schätzen. Der Band versammelt Gedichte und Radierungen zu Clarisse, einer poetischen Kunstfigur, die Meckels Werk seit Langem begleitet. Sie erscheint als Kind, Gegenüber, Traumgestalt und Adressatin der Fantasie. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel von Sprache und Bild: Die Gedichte erklären die Radierungen nicht, die Radierungen illustrieren die Gedichte nicht bloß. Beides tritt in einen leisen Dialog. So entsteht ein zartes, rätselhaftes und sehr eigenes Buch, das zum Schauen, Lesen und Wiederlesen einlädt.
Christoph Meckel (1935–2020) war Schriftsteller, Lyriker und Grafiker. Sein Werk verbindet poetische Schärfe mit bildnerischer Präzision; vielfach gestaltete er Texte und Grafiken selbst. Im Gutleut Verlag erschienen neben »für clarisse« der Band »bildpost. 100 Briefe und Postkarten aus sechs Jahrzehnten«.





