die stadt hielt ihre flüsse im verborgenen

Jayne-Ann Igel | Gedichte

Jayne-Ann Igel verbindet lyrische Miniaturen und eigene Fotografien zu einer poetischen Wanderung durch innere und äußere Seelenlandschaften. In sechs Zyklen verknüpft die Autorin autobiografische Erinnerung, Naturverbundenheit, Vergänglichkeit und schöpferische Selbstbetrachtung mit leichtfüßiger Melancholie.


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Gutleut Verlag
Erscheinungstermin: 2025
Broschur
72 Seiten | 978-3-936826-20-3

 

 

 

26,00 

Eine Wanderschaft durch innere wie äußere Seelenlandschaften unternimmt Jayne-Ann Igel in ihrem neuen Gedichtband »die stadt hielt ihre flüsse« im verborgenen. In der Vertrautheit regt sich hier die Erinnerung an das, was die Dichterin mit der weltlichen Existenz und deren Vergänglichkeit literarisch und fotografisch zu verknüpfen weiß. Fotografien der Autorin, gleich Spuren im Verborgenen oder losen Sequenzen in einem Traum, werden behutsam in den in Zyklen angelegten Gedichtband eingeflochten. In sechs Abschnitte gegliedert versammeln sich darin jeweils fünf bis zwölf lyrische Miniaturen. Ein autobiografisches Gedächtnis verschränkt sich hier mit dem Dasein an sich – und dem Schreiben darüber. Die Verbundenheit mit allem Natürlichen erweist sich als eine wesentliche Quelle der schöpferischen Kraft der Autorin, die als eine vielseitige und neugierige Sprachkünstlerin mit leichtfüßiger Melancholie davon erzählt, wie ein Mensch seine eigene Wirklichkeit entstehen lassen und betrachten kann.

Jayne-Ann Igel, geboren 1954 in Leipzig und 1995 nach Dresden übergesiedelt, absolvierte eine Lehre im Bereich wissenschaftliche Bibliotheken in Leipzig. Tätigkeit in der Deutschen Bücherei Leipzig und im Buchhandel. Nach einem Theologiestudium im Gesundheitswesen tätig. Ab Mitte der 1980er Jahre erste Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien (Jahrbuch der Lyrik, Sinn und Form, Temperamente …). Seit 1988 freiberufliche Schriftstellerin. Zusammenarbeit mit verschiedenen bildenden Künstlern (u. a. Detlef Schweiger, Erika Enders, Claudia Reh, Tobias Stengel). In den 1980er Jahren mehrere grafische Lyrik-Mappen im Selbstverlag. Beteiligung an Zeitschriften-Projekten im Samisdat. Seit den 1990ern auch Lektor- und Herausgeber-Tätigkeit, u. a. der Reihe Neue Lyrik beim Verlag Poetenladen. Ab den 1990er Jahren erhielt sie verschiedene Stipendien (Aufenthalte im LCB 1993, Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 1995, Künstlerhaus Edenkoben 2007; Arbeitsstipendien des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Deutschen Literaturfonds u. a.) und 2007 die Dr. Manfred Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 1859. der Reihe Neue Lyrik beim Verlag Poetenladen. Ab den 1990er Jahren erhielt sie verschiedene Stipendien (Aufenthalte im LCB 1993, Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 1995, Künstlerhaus Edenkoben 2007; Arbeitsstipendien des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Deutschen Literaturfonds u. a.) und 2007 die Dr. Manfred Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 1859.

Im Jahr 2026 wurde Jayne-Ann Igel mit dem Kunstpreis Berlin in der Sparte Literatur der Akademie der Künste ausgezeichnet. Die Autorin lebt in Dresden.

Veröffentlichungen: Poesiealbum 259, Verlag Neues Leben, Berlin 1989; Das Geschlecht der Häuser gebar mir fremde Orte, Gedichte, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1989; Fahrwasser. Eine innere Biographie in Ansätzen, Reclam Verlag Leipzig, Leipzig 1991; Ostberlin 1983 – 1986 (zusammen mit Barbara Köhler), Fotografien von Karin Wieckhorst, Connewitzer Verlags GmbH, Leipzig 1991; Brigitte Maria Mayer. Perfect Sisters (Bildband mit Text von Jayne-Ann Igel), Konkursbuchverlag Claudia Gehrke, Tübingen 1991; Ernst Jandl/Jayne-Ann Igel, Texte, Dokumente, Materialien. Peter-Huchel-Preis 1990, Elster Verlag Baden-Baden, Bühl-Moos 1991; Wiederbelebungsversuche. Gedichte und Resonanzen, Verlag un artig, Aschersleben 2001 (9. Ausgabe im Rahmen der Lesereihe Zeitzeichen im Grauen Hof); Unerlaubte Entfernung. Erzählung, Urs Engeler Editor, Basel/Weil am Rhein und Wien 2004; Traumwache, Urs Engeler Editor, Basel/Weil am Rhein 2006; Berliner Tat-Sachen, Urs Engeler Editor, Basel/Weil am Rhein 2009; Umtriebe, Gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2013; Das Zündblättchen. Überelbische Blätter für Kunst und Literatur Nr. 64, mit Lineamenten von Detlef Schweiger, Edition Dreizeichen Meißen, 2014; Vor dem Licht/Umtriebe, Gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2014; Schattenlicht in: Das fünfte Schock, zus.

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